Editorial, Kommentar oder #zusammenhalten

6. September 2020 von D. Franzen – 7 min Lesezeit

“Auf Veränderungen zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff warten!”

„[…]Der Förderverein verfolgt das Ziel, […] das Gemeinschaftsgefühl […] zu erhalten und zu stärken.“ So haben es die Gründer des Fördervereins vor über 25 Jahren in die Satzung geschrieben – und uns damit vor eine große Aufgabe gestellt!

Ein kleines, hochinfektiöses Virus aus dem fernen China hat sich mit einer nie dagewesenen Dynamik aufgemacht, unsere Schulgemeinschaft und unser aller gesellschaftlichen Zusammenhalt auf die Probe zu stellen. Unsere Gedanken, Sorgen, Ängste, Meinungen und Ansichten zu den Ereignissen der vergangenen Monate sind sehr vielfältig. Das liegt in der Natur der Sache, denn unsere persönlichen Perspektiven sind ebenso unterschiedlich wie wir.

Diese Rückschau auf die vergangenen Monate aus verschiedenen Betrachtungswinkeln soll als bescheidener Beitrag verstanden werden, das satzungsgemäß gewünschte Gemeinschaftsgefühl zwischen uns allen zu stärken. Ich lade Sie in den kommenden 7 min ein, gemeinsam zurück und nach vorne zu schauen.

Der Blick zurück – unser Zusammenhalt bislang

Viele von uns Eltern fanden sich plötzlich in Kurzarbeit oder im Homeoffice wieder und unsere Lehrerinnen und Lehrer konnten das Schulhaus nicht mehr betreten. In den häuslichen Arbeitszimmern oder an den zum Arbeitsplatz umfunktionierten Esstischen ging es unverhofft deutlich enger zu. Einige Großeltern freuten sich darüber, dass die Familie wieder näher zusammenrücken musste, und halfen tatkräftig trotz behördlichen Kontaktverbots bei der Betreuung unserer Kinder aus. Andere gingen auf Distanz zu ihren Enkelkindern, aus Sorge einer möglichen Ansteckung. Die älteren Kinder klatschen abends mit ihren Eltern für die Helden des Alltags auf den Balkonen und die Jüngeren wunderten sich aus den Kinderwagen, dass sie nur noch in mit Masken vermummte Gesichter gucken konnten.